Tennisellenbogen? Exzentrisches Training statt Dauerfrust.
Epicondylitis lateralis – Tennisellenbogen verstehen und behandeln
Der Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis oder auch Tennisarm) ist eine der häufigsten Überlastungserkrankungen im Bereich des Ellenbogens. Sie betrifft nicht nur Tennisspieler, sondern auch Menschen mit einseitiger oder wiederholter Belastung im Alltag oder Beruf – insbesondere bei Bildschirmarbeit.
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens können über Monate bestehen und erfordern eine differenzierte Betrachtung.
Ursache ist meist eine chronische Überlastung durch repetitive Greif-, Hebe- oder Haltebewegungen in Kombination mit einer verminderten Belastbarkeit der Sehnenstruktur.
Die Behandlung basiert heute primär auf aktivem, progressiv gesteuertem Training (insbesondere exzentrischem Training), Belastungsmodifikation und funktioneller Wiederherstellung der Sehnenkapazität.
Die Prognose ist in den meisten Fällen gut, allerdings verläuft die Genesung häufig über mehrere Wochen bis Monate.
Was ist ein Tennisellenbogen bzw. Tennisarm?
Eine Epicondylitis, auch bekannt als Tennisellenbogen/Tennisarm (lateralis) oder Golferarm (medialis), entsteht durch Überlastung der Sehnenansätze am Ellenbogen – insbesondere durch repetitive Bewegungen der Hand- und Streckmuskulatur.
Die Beschwerden entstehen durch Überlastung der Handgelenkextensoren – insbesondere des Musculus extensor carpi radialis brevis – mit Ursprung am lateralen Epicondylus des Oberarms, daher der Name Epicondylitis lateralis. Auch die segmentale Innervation über die Halswirbelsäule (v. a. C5–C7) spielt eine Rolle: Irritationen auf Höhe der HWS können Schmerzen in der peripheren Muskulatur verstärken [3 Jull & Sterling, Man Ther (2009)].
Typische Symptome bei Tennisellenbogen
- Schmerzen außen am Ellenbogen
- Belastungsschmerz beim Greifen, Heben oder Drehen
- Kraftverlust im Unterarm
- Schmerzen bei Alltagsbewegungen (z. B. Flasche öffnen)
Wie entsteht ein Tennisellenbogen?
Die Beschwerden entstehen durch Überlastung der Handgelenkextensoren – insbesondere des Musculus extensor carpi radialis brevis – mit Ursprung am lateralen Epicondylus des Oberarms, daher der Name Epicondylitis lateralis.
Dabei kommt es zu:
- Mikroschäden im Sehnengewebe
- unzureichender Regeneration zwischen Belastungen
- reduzierter Belastbarkeit der Sehne
- fehlender muskulärer Entlastung durch synergistische Muskeln
Das Ergebnis ist eine chronische Reiz- und Schmerzreaktion.
Auch die segmentale Innervation über die Halswirbelsäule (v. a. C5–C7) spielt eine Rolle: Irritationen auf Höhe der HWS können Schmerzen in der peripheren Muskulatur verstärken [3 Jull & Sterling, Man Ther (2009)].
Häufige Ursachen und Risikofaktoren bei Epicondylitis / Tennisellenbogen
- monotone Tätigkeiten (Computer, Handwerk, Sport)
- wiederholtes Greifen oder Halten
- plötzliche Belastungssteigerungen
- schwache Unterarmmuskulatur
Repetitives Greifen und Heben
Häufige, wiederholte Belastung, beispielsweise durch Werkzeuge oder Sportgeräte, führt zu mikrotraumatischen Schädigungen der Sehne – üblich bei der Epicondylitis lateralis (Tennisellenbogen) und medialis (Golferarm) [4 Steffens et al., 2016].
Berufe mit hoher Hand- und Unterarmbeanspruchung
Maler, Schreiner, Friseure oder Verpackungsmitarbeiter zeigen ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Epicondylitis, da sie täglich viele Griff- oder Drehbewegungen ausführen [5 Dimberg et al., 2019].
Alter und Geschlecht
Die Inzidenz für Tennisellenbogen liegt zwischen 35 und 55 Jahren, bei dem Golferellenbogen ist der Altersgipfel ähnlich. Beide Geschlechter sind betroffen, wobei der dominante Arm häufiger involviert ist.
Rauchen, Adipositas und systemische Faktoren
Raucher und adipöse Personen zeigen ein erhöhtes Risiko für eine Tennisellenbogen-Epicondylitis [6 Chiarotto et al., 2023]. Ebenfalls aufgefallen: ein Zusammenhang mit niedrigem Job-Kontrollniveau und psychosozialem Stress.
Sportliche Aktivität
Intensives Tennis, Golf, Bowling oder andere Sportarten, die wiederholtes Strecken und Beugen des Handgelenks verlangen, erhöhen das Risiko einer Überlastungstendinose [7 OrthoInfo AAOS].
Häufigkeit und Begriffsvielfalt: Wie oft tritt ein Tennisellenbogen auf?
Viele Menschen kennen die Begriffe Tennisarm oder Tennisellenbogen, ohne je einen Schläger in der Hand gehalten zu haben. In der medizinischen Fachsprache ist der Tennisellenbogen als Epicondylitis lateralis bekannt – eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Daneben existiert der Golferarm (Epicondylitis medialis) – bei diesem ist die Innenseite des Ellenbogens betroffen.
Die Epicondylitis zählt zu den häufigsten Überlastungssyndromen des Bewegungsapparates: Studien schätzen die jährliche Prävalenz auf etwa 1–3 % der Erwachsenen [8 Sanders et al., 2015, Am J Sports Med]. Besonders betroffen sind Menschen im 35.–54. Lebensjahr, Männer und Frauen gleichermaßen. Neben sportlicher Betätigung – z. B. Tennis oder Golf – sind vor allem berufliche Tätigkeiten mit wiederholtem Greifen oder Drehbewegungen (z. B. Schreiner, Friseur, Montagearbeiten) ein wesentlicher Auslöser für den Tennisarm [9 Descatha et al., 2013, Occup Environ Med].
Oft wird der Begriff Tennisarm falsch interpretiert: Viele Betroffene suchen deswegen keine fachärztliche Hilfe, da sie den Zusammenhang mit ihrem Beruf oder Alltag nicht erkennen [10 Kroslak & Murrell, 2018, Clin Orthop Relat Res].
Unterformen der Epicondylitis
Epicondylitis lateralis humeri (Tennisellenbogen) – Reizung überwiegend der Streckmuskulatur, typischerweise durch repetitive Belastung.
Epicondylitis medialis humeri (Golferarm) – Betroffen ist die Beugemuskulatur auf der Innenseite des Ellenbogens.
Beide Formen entwickeln sich nicht durch akute Verletzungen, sondern durch sich langsam aufbauende degenerative Mikrotraumata. Symptome sind meist Schmerzen bei Greif- und Drehbewegungen, oft begleitet von Beschwerden in Unterarm und Handgelenk.
Verlauf einer Epicondylitis
Eine Epicondylitis, umgangssprachlich als Tennisellenbogen oder Tennisarm bezeichnet, entwickelt sich in der Regel schleichend über Wochen bis Monate. In vielen Fällen beginnt die Sehnenreizung mit leichten, belastungsabhängigen Schmerzen, die häufig unterschätzt werden. Ohne adäquate Therapie kann sich daraus ein chronischer Zustand entwickeln.
Medizinisch unterscheidet man meist drei Phasen, die den Verlauf gut abbilden:
I. Reaktive Phase (akut):
In der Anfangsphase reagiert die Sehne auf eine Überlastung mit einer lokalen Reaktion. Betroffene berichten über ziehende oder stechende Schmerzen am äußeren (Tennisarm/Epicondylitis lateralis) oder inneren (Golferarm/Epicondylitis medialis) Ellenbogen. Die Beschwerden treten typischerweise bei Belastung auf – etwa beim Heben, Tragen oder bei Tätigkeiten mit wiederholter Handgelenksstreckung. Die Sehne ist in dieser Phase noch nicht strukturell geschädigt, weshalb eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung besonders effektiv ist [12 Dones et al., 2014, JCCA].
II. Degenerative Phase (subakut):
Bleibt die Überlastung bestehen, kommt es zu kleinen strukturellen Veränderungen im Sehnengewebe. Mikrorisse entstehen, die Regeneration verlangsamt sich. In dieser Phase sind die Schmerzen stärker und treten auch bei Alltagsaktivitäten oder in Ruhe auf. Der Tennisellenbogen wird häufig zur Dauerbelastung. Die Sehne zeigt erste degenerative Umbauprozesse [13 Sims et al., 2014, Hand (N Y)].
III. Chronische Phase (Tendinose):
Nach mehreren Monaten besteht meist eine ausgeprägte Epicondylitis, in der degenerative Prozesse das Bild dominieren. Es zeigen sich Gewebeveränderungen mit verminderter Durchblutung, verdickten Sehnen und anhaltenden Beschwerden. Die Schmerzen sind nun unabhängig von Belastung, oft dumpf und einschränkend. In dieser Phase stehen passive Maßnahmen allein nicht mehr im Vordergrund – vielmehr ist ein gezielter aktiver Therapieansatz entscheidend, um die Belastbarkeit des Gewebes wiederherzustellen und chronische Schmerzen zu vermeiden [14 Nirschl & Ashman, 2003, Clin Sports Med; 15 Gabel, 1999, Curr Opin Rheumatol].
Die Dauer der Beschwerden ist individuell verschieden. Eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung kann den Verlauf der Epicondylitis erheblich abkürzen. Ziel ist es, durch gezielte Reizreduktion, neuromuskuläres Training und Manualtherapie den Teufelskreis aus Schmerz und Fehlbelastung zu durchbrechen.
Ablauf einer Tennisellenbogen Behandlung mit Physiotherapie
Die moderne Therapie des Tennisellenbogens basiert auf aktivem Training und gezielter Belastungssteuerung statt auf passiver Schonung.
Die evidenzbasierte Behandlung umfasst:
- exzentrisches Krafttraining der Unterarmstrecker
- progressive Belastungssteigerung
- Reduktion schmerzauslösender Aktivitäten
- Verbesserung der gesamten Armfunktion
Warum passive Maßnahmen allein nicht ausreichen
Passive Maßnahmen wie Bandagen, Ruhigstellung, Elektro‑ oder Ultraschalltherapie können akute Schmerzen kurzfristig reduzieren, führen jedoch selten zu einer nachhaltigen Verbesserung der Sehnenbelastbarkeit.
Unser Konzept für eine Tennisellenbogen Therapie
- Ergonomieanalyse: Anpassung von Maus, Tastatur und Sitzposition zur Entlastung der Unterarmmuskulatur [16 APTA, CPG für Lateral Elbow Tendinopathy; 17 Orthopedic Specialists of SW Florida] (mehr dazu in unserem Ratgeber)
- Manuelle Therapie: Faszien- und Triggerpunkttechniken zur Behandlung der Extensorengruppe und angrenzender Strukturen
- Segmentale Mobilisation der HWS: zur Verbesserung der nervalen Versorgung und Entspannung peripherer Muskeln [18 Jull & Sterling, Man Ther (2009)]
- Exzentrisches Krafttraining: evidenzbasierter Goldstandard zur langfristigen Schmerz- und Funktionsverbesserung [19 Coombes et al., JOSPT (2015); 20 Upadhyay et al., IJHSR (2017)]
- Querfriktionen nach Cyriax: gezielte lokale Reiztherapie zur Förderung der Sehnenheilung
- Mulligan-Techniken (MWM): Mobilisation mit Bewegung zur sofortigen Schmerzlinderung [21 Vicenzino et al., BMJ (2007)]
- Neurodynamische Mobilisation: z. B. des N. radialis bei sensibler Beteiligung
- Elektrotherapie, Ultraschall, Kinesiotaping: zur Reizreduktion und Unterstützung der Regeneration
- Schulung von Belastung und Belastbarkeit: kontrollierter Trainingsaufbau zur nachhaltigen Rückkehr in Alltag oder Sport
Langfristiger Nutzen von Krafttraining
Zahlreiche Studien belegen, dass exzentrisches Krafttraining langfristig wirksam ist. Insbesondere bei chronischer Epicondylopathie (Tennisellenbogen) verbessern strukturierte Übungsprogramme Schmerz und Funktion signifikant besser als rein passive Therapien [20 Upadhyay et al., IJHSR (2017)].
Bedeutung ergonomischer Anpassungen
Einflussfaktoren wie Maushaltung, Armauflage und Bildschirmhöhe beeinflussen die Belastung auf die Unterarmstrecker deutlich. Studien zu Tennisellenbogen empfehlen regelmäßige Bewegungspausen, ergonomisch abgestimmtes Zubehör und eine neutrale Handgelenksposition zur Prävention und Entlastung [17 Orthopedic Specialists of SW Florida]. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber zur Ergonomie.
Übungen bei Tennisarm/ Tennisellenbogen
Exzentrisches Krafttraining gilt als Goldstandard in der Behandlung der Epicondylitis lateralis: Gezielte Übungen sind der zentrale Bestandteil der Behandlung und sollten regelmäßig, kontrolliert und progressiv durchgeführt werden.
Beispielhafte Übungsprogression:
1. Akutphase (Einstieg & Schmerzkontrolle)
- Ziel: Reizung regulieren und erste Belastung ermöglichen
- Dehnung der Unterarmstrecker
Arm strecken, Handgelenk mit der anderen Hand in Beugung führen
→ ein leichter bis mäßiger Schmerz ist dabei normal und akzeptabel - Optional: Isometrische Spannung
Handgelenk gegen leichten Widerstand halten (ohne Bewegung)
→ kann schmerzlindernd wirken
2. Aufbauphase (entscheidend: exzentrisches Training)
- Ziel: Anpassung und Belastbarkeit der Sehne verbessern
- Exzentrische Handgelenksstreckung (Kernübung):
- Unterarm liegt stabil auf einer Unterlage, Hand über die Kante
- In der Hand ein Gewicht
- Das Handgelenk wird ausschließlich mit Unterstützung (z. B. andere Hand) in die Streckung gebracht
- Anschließend wird das Gewicht langsam und kontrolliert nach unten abgesenkt (Beugung)
- Nur die Abwärtsbewegung wird aktiv ausgeführt
- Wichtig:
- Gewicht so wählen, dass ca. 10 saubere Wiederholungen möglich sind
- Bewegung langsam und kontrolliert durchführen
- Ein gewisser Belastungsschmerz ist erwartbar und therapeutisch sinnvoll, sollte aber kontrollierbar bleiben
- Trainingsumfang: 2–3 Sätze à ca. 10 Wiederholungen
3. Erweiterung (nach erfolgreicher exzentrischer Phase)
- Ziel: Übertragung in Alltag und Belastungssituationen
- Konzentrisches Training der Handgelenksstrecker
→ jetzt auch aktives Anheben des Gewichts - Griffkrafttraining
→ z. B. Ball, Knetmasse oder Handtrainer - Funktionelle Belastungen
→ Greifen, Halten, Rotationen im Alltag
Alle Übungen sollten schmerzgeführt durchgeführt werden: mäßiger Belastungsschmerz ist erlaubt, deutliche Schmerzverschlechterung jedoch zu vermeiden.
Prognose und Dauer einer Tennisarm Behandlung
Die Heilung eines Tennisellenbogens erfolgt meist über Wochen bis Monate und hängt entscheidend von der Trainingsadhärenz ab.
Mit einem kombinierten physiotherapeutischen Ansatz und einer gezielten Anpassung der Arbeitsplatzbedingungen ist die Prognose bei Tennisellenbogen in der Regel gut.
- akute Verläufe: häufige Besserung innerhalb von 6–12 Wochen
- chronische Verläufe: mehrere Monate Therapiedauer möglich
- Operationen sind nur selten erforderlich
Entscheidend sind Geduld, Eigeninitiative und das Verständnis, dass nachhaltige Ergebnisse über Training und Verhalten erzielt werden.
Wann sollte ein Tennisellenbogen/Tennisarm ärztlich abgeklärt werden?
Sie sollten auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen bei:
- starken, anhaltenden Schmerzen
- deutlichem Kraftverlust
- keiner Verbesserung trotz Training
- nächtlichen Ruheschmerzen
Fazit zur Tennisarm Behandlung
Der Tennisellenbogen oder auch Tennisarm ist eine klassische Überlastungserkrankung der Sehne, die vor allem aktiv behandelt werden muss.
Die Kombination aus Belastungssteuerung und gezieltem Training ist entscheidend für eine nachhaltige Heilung.
Häufige Fragen rund um den Tennisellenbogen
Ist ein Tennisarm heilbar – auch ohne Operation?
Ja. In über 90 % der Fälle lässt sich der Tennisarm bzw. Tennisellenbogen mit konservativen Maßnahmen vollständig ausheilen. Eine Kombination aus Manualtherapie, gezieltem Kraftaufbau, Dehnungen und ergonomischer Anpassung des Arbeitsplatzes ist dabei besonders wirksam. Operative Eingriffe sind nur in seltenen Ausnahmefällen notwendig.
Wie lange dauert ein Tennisarm/eine Epicondylitis?
Der Verlauf ist individuell. Akute Formen des Tennisellenbogens heilen bei frühzeitiger Behandlung häufig innerhalb von sechs bis acht Wochen ab. Bei chronischen Verläufen – insbesondere wenn die Epicondylitis bereits seit Monaten besteht – kann die Genesung mehrere Monate in Anspruch nehmen. Eine konsequente physiotherapeutische Begleitung beschleunigt den Heilungsprozess deutlich.
Wie unterscheidet sich ein Tennisellenbogen vom Golferellenbogen?
Beide Erkrankungen zählen zur Gruppe der Epicondylitis. Der Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis) betrifft die Streckmuskulatur des Unterarms und äußert sich durch Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Der Golferellenbogen (Epicondylitis medialis) betrifft hingegen die Beugemuskulatur an der Innenseite. Beide Formen entstehen durch Überlastung, z. B. bei einseitigen Bewegungsmustern oder durch dauerhaftes Halten von Gegenständen.
Kann ein Tennisellenbogen chronisch werden?
Ja. Wird die Epicondylitis nicht behandelt oder kehrt die Überlastung immer wieder zurück, kann sich daraus ein chronisches Beschwerdebild entwickeln. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig mit einer gezielten Therapie zu beginnen und auch im Alltag präventive Maßnahmen zu etablieren.
Was hilft schnell bei einem akuten Tennisarm?
In der Akutphase helfen Schonung, Kühlung und gezielte Entlastung. Eine ärztliche Abklärung sollte erfolgen, um die Diagnose Epicondylitis zu sichern. Anschließend beginnt idealerweise zeitnah die physiotherapeutische Behandlung. Schmerzmittel oder Entzündungshemmer können kurzfristig helfen, ersetzen jedoch keine aktive Therapie.
Ist Sport bei Epicondylitis erlaubt?
Das kommt auf das Stadium der Epicondylitis an. In der akuten Phase sollten belastende Bewegungen wie Tennis, Klettern oder Handwerken vermieden werden. In der Aufbauphase kann Sport unter Anleitung wieder vorsichtig integriert werden. Wir helfen Ihnen, den passenden Zeitpunkt für die Belastungssteigerung zu erkennen.
Literaturverzeichnis
[1] Brukner & Khan: Clinical Sports Medicine, Kapitel „Lateral Epicondylalgia“, 5. Auflage.
[2] Coombes BK et al. (2015). J Orthop Sports Phys Ther – Motor control & strengthening bei LE.
[3] Jull G, Sterling M. (2009). Man Ther: Segmentale HWS-Dysfunktionen bei Armschmerzen.
[4] Stevens DG, ElMaraghy AW. (1998). The effectiveness of conservative management for lateral epicondylitis. The American Journal of Sports Medicine, 26(2), 251–255.
[5] Dimberg L. (1987). The prevalence and causation of tennis elbow (lateral humeral epicondylitis) in a population. Scandinavian Journal of Rehabilitation Medicine, 19(4), 121–126. PMID: 3435523
[6] Chirotto G, Maffulli N. (2001). Lateral epicondylitis: conservative and surgical management. British Medical Bulletin, 57(1), 119–132.
[7] OrthoInfo (American Academy of Orthopaedic Surgeons). Tennis Elbow (Lateral Epicondylitis). https://orthoinfo.aaos.org/en/diseases--conditions/tennis-elbow-lateral-epicondylitis/
[9] Sanders TL et al. (2015). The epidemiology and health care burden of tennis elbow: a population-based study. The American Journal of Sports Medicine, 43(5), 1066–1071.
[10] Descatha A et al. (2013). Lateral epicondylitis and occupational factors: a systematic review. Occupational and Environmental Medicine, 70(3), 183–188.
[11] Kroslak M, Murrell GAC. (2018). Tennis elbow: Current concepts and treatment options. Clinical Orthopaedics and Related Research, 476(4), 588–597.
[12] Dones VC et al. (2014). Pathophysiology and conservative management of lateral epicondylitis. Journal of the Canadian Chiropractic Association, 58(1), 70–76.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3947575/
[13] Sims SE, Miller K, Elfar JC, Hammert WC. (2014). Non-surgical treatment of lateral epicondylitis: a systematic review of randomized controlled trials. Hand (N Y), 9(4), 419–446.
[14] Nirschl RP, Ashman ES. (2003). Elbow tendinopathy: tennis elbow. Clinical Sports Medicine, 22(4), 813–836.
[15] Gabel GT. (1999). Acute and chronic tendinopathies at the elbow. Current Opinion in Rheumatology, 11(2), 138–144.
[16] American Physical Therapy Association (APTA). Lateral Epicondylitis (Tennis Elbow): Clinical Practice Guidelines. 2020.
https://www.apta.org/patient-care/evidence-based-practice-resources
[17] Sanders TL et al. (2015). The epidemiology and health care burden of tennis elbow: a population-based study. The American Journal of Sports Medicine, 43(5), 1066–1071.
[18] Descatha A et al. (2013). Lateral epicondylitis and occupational factors: a systematic review. Occupational and Environmental Medicine, 70(3), 183–188.
[19] Kroslak M, Murrell GAC. (2018). Tennis elbow: Current concepts and treatment options. Clinical Orthopaedics and Related Research, 476(4), 588–597.
[20] Dones VC et al. (2014). Pathophysiology and conservative management of lateral epicondylitis. Journal of the Canadian Chiropractic Association, 58(1), 70–76.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3947575/
[21] Sims SE, Miller K, Elfar JC, Hammert WC. (2014). Non-surgical treatment of lateral epicondylitis: a systematic review of randomized controlled trials. Hand (N Y), 9(4), 419–446.
[22] Nirschl RP, Ashman ES. (2003). Elbow tendinopathy: tennis elbow. Clinical Sports Medicine, 22(4), 813–836.
[23] Gabel GT. (1999). Acute and chronic tendinopathies at the elbow. Current Opinion in Rheumatology, 11(2), 138–144.
